1. Seraphita (Ernest Dowson, Deutsch von Stefan George) >>> Liedtext | Quellen

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2. Alle welche dich suchen (aus »Das Stunden-Buch« von Rainer Maria Rilke) >>> Liedtext | Quellen

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3. Mach mich zum Wächter deiner Weiten (aus »Das Stunden-Buch« von Rainer Maria Rilke) >>> Liedtext | Quellen

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4. Vorgefühl (aus »Das Buch der Bilder « von Rainer Maria Rilke) >>> Liedtext | Quellen

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AUFFÜHRUNGSDAUER: ca. 13 Min.

VERLAG:
Universal Edition
Belmont Music Publishers (USA, Kanada, Mexico)

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Die »Vier Lieder für Gesang und Orchester« op. 22 wurden unmittelbar vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs komponiert. Die Komposition bildet den Abschluss der freien atonalen Phase, der die Einberufung zum Militär ein abruptes Ende bereitete. Schönbergs Produktivität versiegte. In der Zeit des Verstummens als Komponist entwickelte er die Methode des Komponierens mit zwölf Tönen. Die Orchesterlieder bilden den Abschluss einer historischen Phase, sind aber als Eröffnung einer Entwicklung, die dann nicht erfolgte, zu verstehen.
Die größte Neuerung vollzieht sich in der Konzeption des Orchesters. Das Klassische Symphonieorchester besteht in der Regel aus zweifach besetzten Holz- und Blechbläsern, und einem Kern von chorisch besetzten Streichern. Die Entwicklung setzt sich im großen spätromantischen Orchester mit sechsfachem, sehr differenziertem Holz und Blech, stark besetztem Schlagzeug, Harfe, Celesta und multiplizierten und daher entsprechend teilbaren Streichern fort. Auf diesen standardisierte Klangkörper sind nahezu alle Orchester der Welt eingerichtet, er bildet nicht nur den musikalischen, sondern in erster Linie einen musiksoziologischer Rahmen. Das Orchester als von der Gesellschaft vorgegebene Institution wird in Op. 22 negiert (Heinz-Klaus Metzger). Der neue Stil der Instrumentation, der bereits im letzten Teil der "Gurre-Lieder" angewendet wurde, prägt sich in den Orchesterliedern op. 22 am radikalsten aus. In op. 22 sind folgende Instrumente vorgeschrieben: 4 Flöten, 2 kleine Flöten, 3 Oboen, 2 Englischhörner, 6 Klarinetten, 3 Bassklarinetten, 1 Kontrabassklarinette, 3 Fagotte, 1 Kontrafagott, 4 Hörner, 1 Trompete, 3 Posaunen, Tuba, Harfe, Pauken, Becken, Xylophon, Tamtam, 24 – 30 Violinen, Bratschen, Celli, Kontrabässe. Das volle Orchester wird in keinem der Lieder verlangt. Durch die Instrumentenwahl ordnet Schönberg den einzelnen Liedern ein spezifisches Kolorit zu: In op. 22/1 steht die Streichergruppe den Blechbläsern und dem Schlagwerk gegenüber. op. 22/2 und 3 kontrastieren einen Holzbläserblock mit solistisch eingesetzten tiefen Streichern, op. 22/4 mit einem Streichquintett. Gemessen an den Normen des spätromantischen Orchesters hat sich das Verhältnis der Streicher zu den Holzbläsern nahezu verkehrt: einem chorischen Holzbläsersatz steht der solistisch gegliederte Streicherklang gegenüber. Der Blechbläserklang, Kern des Orchestertutti im 19. Jahrhundert fehlt fast völlig.
Die Neuerungen finden sich sogar im äußeren Schriftbild. Im Vorwort zu den Orchesterliedern erläutert Schönberg: »Nach langem Zögern habe ich mich entschlossen, meine Orchesterwerke von jetzt an nicht mehr in der bisher üblichen Partiturform herauszugeben.« Die neue Form der Partitur nannte Schönberg »vereinfachte Studier- und Dirigier- Partitur«. Als Mängel der üblichen Form der Orchesternotation nennt Schönberg: die transponierenden Instrumente, die das Lesen komplexer Gebilde erschweren bzw. unmöglich machen und Verdopplungen, die 15-30 Zeilen in Anspruch nehmen, und doch auf zwei bis sechs Zeilen Platz finden könnten. Schönbergs Vereinfachte Studier- und Dirigierpartitur soll vom Notenbild her an einen zwei- bis vierhändigen, bei besonderem Bedarf auch an einen sechs- bis achthändigen, Klavierauszug erinnern. Weiters gilt als Grundprinzip, dass »der Verlauf jeder Stimme jederzeit verfolgt werden könne«, und bei besonderer Kompliziertheit »die Gruppen: Holzbläser, Blechbläser, Schlagwerk und Streicher auseinanderzuhalten [sind], um die Abhaltung geteilter Proben nicht zu erschweren.« Das vereinfachte Notieren eines Orchestersatzes ist jedoch nicht Ergebnis einer gegenüber dem spätromantischen Orchesterapparat vereinfachten Konzeption. Die Instrumentation, die nur scheinbar dazugesetzt wird erscheint leicht als akkzidentiell oder zufällig. Die fehlende optische Lokalisierung ähnlicher Klänge erschwert jedoch das Lesen, Schönberg hat auf diese Form der Notation auch nicht mehr zurückgegriffen.

Agnes Grond
© Arnold Schönberg Center

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