1. Satz: Poco allegro

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2. Satz: Andante grazioso

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3. Satz: Finale. Allegro

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>>> Quellen

AUFFÜHRUNGSDAUER: ca. 31 Min.

VERLAG:
G. Schirmer (Music Sales Classical)
Universal Edition (Taschenpartitur)

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Das Violinkonzert ist eines der ersten größeren Werke, die Schönberg nach seiner Emigration in die USA in Angriff nahm. Allerdings dokumentieren lediglich einige Skizzen aus dem Nachlass, dass der Komponist bereits 1934 die Absicht hegte, ein Instrumentalkonzert zu schreiben. Erst im darauffolgenden Jahr entstanden nach einer längeren Pause die wesentlichen Teile des Werkes: der Kopfsatz und (nach dem Abschluss des Vierten Streichquartetts) im Sommer 1936 in rascher Folge die beiden restlichen Sätze. Dass Schönberg schon früher den Wunsch hatte, ein Geigenkonzert zu schreiben, belegen Skizzen aus den Jahren 1922 und 1927, die jedoch über Ansätze zu einem größer angelegten Werk kaum hinaus gediehen. Das Violinkonzert bildet Schönbergs erste Auseinandersetzung mit der Frage nach einer Verbindbarkeit von Sonaten- und Konzertform im Bereich der Orchestermusik. Einen wesentlichen kompositorischen Anreiz bildete für den Komponisten offenbar die vermeintliche Unvereinbarkeit zwischen dem Anspruch an eine dicht gefügte, polyphone Satztechnik und den traditionellen Zugeständnissen an die wirkungsvoll-brillante Virtuosität des Soloparts. Jeder Satzbeginn ist durch Überlagerung zweier Reihenkonstellationen geprägt, als eine Kombination aus Originalreihe und Umkehrung, jeweils untransponiert oder quinttransponiert. Jedes mal wird auch die der Hauptstimme zugrunde liegende Reihenkonstellation zunächst horizontal formuliert. Innerhalb des Satzverlaufes lässt sich die Reihentechnik nicht systematisieren und weist zahlreiche Unregelmäßigkeiten in der Interpretation der strengen Methodik auf. Schönberg bestimmte für sein Konzert zwar einen »klassisch« dreisätzigen Formaufbau, dennoch entspricht zum Beispiel die Reprise des Kopfsatzes kaum mehr den Ausmaßen der Exposition und wird von einer Durchführungsarbeit überformt, die sich nahezu bis zum Ende des Satzes ausdehnt. Die virtuose Gestaltung der Geigenstimme erweist sich innerhalb einer solchen Satzanlage schließlich gänzlich von der thematischen Arbeit aufgesogen, wird durch diese zugleich aber auch eigentümlich verfremdet. Die »Strenge mit knirschendem Prunk« (Rudolf Stephan), die dieses Werk auszeichnet, scheint sich in der motivisch-thematischen Anlage bisweilen gegen das Instrument und seine Spielbarkeit zu richten: Das dichte thematische Geflecht scheut nicht vor extremen klanglichen Härten zurück, die sich mitunter in der Nähe zur puren Geräuschhaftigkeit bewegen. Louis Krasner, der Solist der Uraufführung, berichtete Schönberg von der Einstudierung des Werks: »In der heutigen Probe war Stokowski sehr befriedigt und hat gesagt, wie stark emotional das Werk ist. Lieber Meister – was Sie mit diesem Konzert den Geigern geboten haben, ist wirklich kaum zu ermessen«.

© Arnold Schönberg Center

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