1. »Der Mai tritt ein mit Freuden...« (Volkslied, vor 1545) >>> Quellen

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2. »Es gingen zwei Gespielen gut...« (Volkslied, vor 1540) >>> Quellen

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3. »Mein Herz ist mir gemenget...« (Volkslied, 15. Jahrhundert) >>> Quellen

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4. »Mein Herz in steten Treuen...« (Volkslied, 15. Jahrhundert) >>> Quellen

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AUFFÜHRUNGSDAUER: ca. 10 Min.

VERLAG: Edition Peters

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Schönbergs Haltung zur Synthese aus Kunst– und Volksmusik ist ambivalent. Zum einen meint er: »Sind diese [die Unterschiede] vielleicht nicht so groß wie die zwischen Petroleum und Olivenöl oder zwischen Waschwasser und Weihwasser, so mischen sich diese beiden so schlecht wie Öl und Wasser.« (Symphonien aus Volksliedern) Die Verwendung von Volksliedern in der Kunstmusik berge die Gefahr einer allzu simplen Faktur, ein Vorwurf, von dem Schönberg auch Beethoven und Brahms nicht ausnahm. (In der kompositorischen Praxis fügt sich jedoch das »Ännchen von Tharau« in die Suite op. 29 ein, wenn auch verborgen im ‚Reihendickicht‘. ) Auf der anderen Seite rühmt er die »überwältigende Tiefe des Ausdrucks«, autochthone Musiken seien »höchst interessant in ihren Melodieschritten. Sie sind wahrhaft schön, und man kann sie nur bewundern.« (Symphonien aus Volksliedern). An das Vorbild Brahms schließen die Volksliedbearbeitungen von 1928 an, hinzu kommen die Vier Volkslieder in der Bearbeitung für Gesang und Klavier. Es scheint, als hätte der Komponist Schönberg den Theoretiker stillschweigend korrigiert.
Der Impuls für die Bearbeitungen ging von der »Staatlichen Kommission für das Volksliederbuch für die Jugend« in Berlin aus. Die Kommission war es auch, die Schönberg die Vorlagen – Cantus firmi und Texte – zur Verfügung stellte. In der Besetzung und in stilistischer Hinsicht war Schönberg nicht gebunden. Die Cantus firmi lassen sich wie folgt nachweisen: Schein uns du liebe Sonne stammt von Antonio Scandello und wurde in Nawe Weltliche Deudsche Liedlein 1570 zum ersten Mal publiziert. Der Mai tritt ein mit Freuden befindet sich im ersten Teil der bicinia von Georg Rhaw 1545, Mein Herz in steten Treuen und Hercz liplich lip sind anonyme Sätze aus einer Münchener Handschrift, »Es gingen zwei Gespielen gut« dürfte mit dem Lied »Zu Wirtzburg steht ein hohes Haus« in Egenolffs Graszliedlin 1535 ident sein. Anscheinend wurden ihm mehr Vorlagen zugesandt, als er für die Kommission für Gesang und Klavier bearbeitete, da er die ‚überzähligen‘ Vorlagen zu Volksliedbearbeitungen für gemischten Chorverwendete. Es gingen zwei Gespielen gut wurde aus den Bearbeitungen für Gesang und Klavier in die Chorfassung aufgenommen. Bei den Volksliedbearbeitungen kämpfte Schönberg mit zwei speziellen kompositorischen Problemen. Zum einen schienen ihm die Takteinteilungen der zugesandten Vorlagen nicht original zu sein. Das zweite Problem betraf die Kirchentonarten. Schönberg bestand auf einer Notation, die die Vorzeichen nicht den modernen Tonarten anglich. »Ich habe allerdings keine reinen Kirchentonarten angestrebt, sondern das Spiel mit den verschiedenen Akzidentien nur als färbend angewendet.« Diese Lösung, die keine historisch korrekte Lösung sein wollte, konnte er als Komponist vertreten. In Es gingen zwei Gespielen gut kommt ein Verfahren zum Einsatz, für das Schönberg den Begriff der »entwickelnden Variation« prägte. Die sechs Strophen werden als »symphonische Einheit« behandelt, Zäsuren zwischen den Strophen werden kunstvoll überspielt, auch der Cantus firmus ist in die Veränderungen involviert. Die Fassung für Gesang und Klavier ist (wie von der Kommission verlangt) ein Strophenlied mit einfacher Klavierbegleitung. Die Bearbeitung von Herzlieblich Lieb durch Scheiden ist geprägt von den Erfahrungen, die Schönberg an Werken von Mozart, Schubert und Brahms gemacht hatte. Die Entdeckung der rhythmisch–metrischen Unregelmäßigkeiten, die diese Musik durchziehen, erlaubte Schönberg, das zu entwickeln, was Adorno »Musikalische Prosa« genannt hatte. Der schnelle Drei–Viertel–Takt wird oft durch Vier–Viertel–Takt unterbrochen und mündet in Drei–Halbe–Takte, was die hemiolische Wirkung zum Strukturfaktor erhebt. Der Satz von Schein uns du liebe Sonne erscheint trotz aller motivischer Verschränkung und des wandernden Cantus firmus als der konventionellste. Von den Liedsätzen des 16. Jahrhunderts übernimmt er den diatonischen Aufbau der Melodik, was sich auch in der Harmonik niederschlägt. Von den Vier deutschen Volksliedern, die Schönberg 1928/29 für Gesang und Klavier bearbeitete, griff er drei 1948 nochmals auf, um sie einer Bearbeitung für gemischten Chor zu unterziehen. Im Gegensatz zu früheren Chorsätzen hielt er sie einer Opuszahl für würdig: die drei Chorsätze rangieren heute unter op. 49.

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